Kurz vor der Jahrhundertwende erwarb die Stadt Bremen vom Bremer Dom das Gelände des jetzigen Krankenhauses; 1900 bewilligte die Bürgerschaft eine Bausumme von 2 Millionen Mark. Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau der Anstalt begonnen, die am 1. April 1904 als St.-Jürgen-Asyl in Betrieb genommen wurde. Sie war mit 300 Betten von Beginn an überbelegt; weitere Bauten wurden in Angriff genommen.
Der Patientenbestand wuchs bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs auf 633, bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs auf 968 Kranke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zusätzliche Disziplinen wie Neurologie, Neurochirurgie, Neurophysiologie und Psychotherapie geschaffen.
Um dem steigenden Bedarf an Betten in der Psychiatrie entsprechen zu können, mussten zusätzlich Abteilungen in Horn (mit 110 Betten) in Oberneuland (89), St. Magnus (18) und schließlich auch in Blankenburg bei Oldenburg (350) geschaffen werden. Damit verfügte die Städtische Nervenklinik im Jahr 1965 über 1300 Betten. 1970 beschloss die Bürgerschaft eine Reform der psychiatrischen Versorgung.
Die Planung für den Neubau, der sieben Jahre später in Angriff genommen wurde, wurde durch die Integration der seinerzeit im Sebaldsbrücker Krankenhaus untergebrachten Inneren Medizin und der Chirurgie noch grundlegend verändert. Die frei werdenden Räume in Sebaldsbrück wurden für eine Abteilung der Psychiatrischen Klinik genutzt. Bis 1988 wurden die Außenstellen Horn, Oberneuland St. Magnus und Blankenburg aufgegeben.
Die Klinik Holdheim wurde mit den Disziplinen Lungenmedizin und Thoraxchirurgie integriert. Die Klinikum Bremen Ost gGmbH verfügt heute über 1220 Betten, davon gehören 573 zur Akutmedizin und 647 zur Psychiatrie.
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