Eingebettet in ein interdisziplinär ausgerichtetes Behandlungskonzept strebt die Ergotherapie die Wiedereingliederung der Patienten in physischer, psychischer und geistiger Hinsicht an.
Nach einer ergotherapeutischen Befunderhebung, in der je nach Alter des Kindes Entwicklungsverzögerungen, Teilleistungsstörungen, Störungen der sensorischen Integration, Verhaltensauffälligkeiten und Störungen im sozioemotionalen Bereich festgestellt werden, werden die individuellen Ziele herausgearbeitet.
Hierfür stehen dem Ergotherapeuten verschiedene Therapiemethoden, wie Sensorische Integration, Verhaltensmodifikation, sowie Aspekte der Kunsttherapie und die Arbeit am Tonfeld zur Verfügung. Durch ausgesuchte Materialien (Ton, Holz, Farben, handwerkliche Stoffe) und Therapiemittel (Bewegungsraum, mit Hängematte, Trampolin) gibt der Ergotherapeut in einer oft spielerisch gestalteten Lernsituation Impulse zur motorischen, sensorischen, geistigen, sozialen und emotionalen Entwicklung.
Auf der Kinderstation bietet die Ergotherapie den Patienten die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen sich neu auszuprobieren und eigene Fähigkeiten zu entdecken. Viele Kinder haben Schwierigkeiten in ihrem Lern- und Arbeitsverhalten. Durch die Bereitstellung verschiedener Arbeitsmaterialien können diese Kinder wieder motiviert werden, sich in kleinen Schritten zielgerichtet einem Handwerk zuzuwenden; das Kind will nicht nur mit dem Kopf, sondern mit den Händen begreifen und gestalten.
Hierzu dient auch die sensorische Integration beginnt, die der die Behandlung auf der Stufe der gelungenen Integration beginnt. Das heißt, das Kind beginnt mit dem, was es kann und wo es sich sicher fühlt. Durch den Erfolg wird das Kind ermutigt, sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Im Jugendbereich wird in der Therapie eine Stärkung der Persönlichkeit, Verhaltensänderungen, soziale Integration, sowie weitgehende Selbstständigkeit zur Bewältigung der Anforderungen und Verrichtungen des täglichen Lebens erreicht. Dazu bietet die Ergotherapie in Einzel- und Kleingruppen handwerkliche und gestalterische Techniken an, sowie lebenspraktisches und kognitives Training.
