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PatientInneninfos

Station 15 A

Telefon: 0421 408 1745

Die Station 15 A dient als Aufnahmestation für Männer wie Frauen. Sie ist der am stärksten gesicherte Bereich der Klinik und verfügt über insgesamt 18 Behandlungsplätze. Für hoch zu sichernde Patienten besteht die Möglichkeit der Absonderung in einem von der übrigen Station getrennten Bereich mit besonders gesicherten Einzelzimmern. Für Kriseninterventionen stehen darüber hinaus Beobachtungszimmer zur Verfügung.

Behandlungsschwerpunkt in der Arbeit ist neben der psychiatrischen, psychologischen und somatischen Diagnostik, die Therapievorbereitung, die akutpsychiatrische Behandlung und Kriseninterventionen.

Zu den Aufgaben der Aufnahmestation gehört auch die Durchführung eines unkomplizierten Alkohol- und Drogenentzuges bei suchtkranken Maßregelvollzugspatienten.

Nach Abschluss der Diagnostik erstellen wir innerhalb von sechs Wochen gemeinsam mit dem Patienten einen ersten Behandlungsplan, der die wesentlichen, sich aus der Diagnostik ergebenden Risikoelemente benennt und schlagen geeignete therapeutische Maßnahmen zu deren Behandlung vor. 

Station 15 B

Telefon: 0421 408 2824

Kernaufgabe der Station 15 B mit ihren 18 Behandlungsplätzen ist die psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung von alkohol-, medikamenten- und drogenabhängigen Männern und ggf. auch Frauen, die gem. § 64 StGB untergebracht sind.

Das Stationsmilieu ist stark davon bestimmt, aktiv eine durch Eigenverantwortung geprägte abstinenzorientierte Atmosphäre zu schaffen, in der für so genanntes co-abhängiges Verhalten nur wenig Raum bleibt. Darüber hinaus spielt bei der therapeutischen Ausrichtung der Station aufgrund des hohen Anteils an frühgestörten Patienten der dialektisch-behaviorale Ansatz (DBT in einer für dissoziale Persönlichkeitsstörungen modifizierte Form) eine wesentliche Rolle. Dies ist eine spezielle Therapieform für Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen.

Als weitere Behandlungsmittel kommen Pharmakotherapie, Psychoedukation, suchtspezifische verhaltenstherapeutische Gruppenverfahren, Ergotherapie, Sport und Bewegungstherapie zum Einsatz. Diese werden ergänzt durch kognitiv-behaviorale Gruppen zur Deliktbearbeitung, tiefenpsychologisch fundierte Einzeltherapie sowie bei Bedarf durch Musik- und Kunsttherapie, Autogenes Training und Training Sozialer Kompetenz.

Zusätzlich spielen Paar- und Familientherapie eine wichtige Rolle. 

Station 15 C

Telefon: 0421 408 2823

Die Station 15 C stellt 18 Behandlungsplätze zur psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung von vorwiegend persönlichkeitsgestörten Männern ohne vorrangig zu behandelnde Suchtproblematik  (§  63) untergebracht sind, zur Verfügung.

Da die Störungsbilder unserer Patienten häufig aus dem Bereich so genannter früher Störungen stammen und am ehesten auf dem von Kernberg beschriebenen Borderline-Strukturniveau angesiedelt sind, gehen wir davon aus, dass wir ihnen mit einem Behandlungsangebot, das sowohl verhaltenstherapeutische Elemente einer für dissoziale Patienten adaptierten Fassung der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) enthält, wie Elemente einer an tiefenpsychologischen Ansätzen orientierten Einzeltherapie, gerecht werden können.

Als Behandlungsmittel kommen darüber hinaus neben der Pharmakotherapie, milieutherapeutischen Ansätzen, Ergotherapie und Sport sowie Bewegungstherapie auch verhaltenstherapeutische Gruppen zur spezifischen Deliktbearbeitung und im Bedarfsfall Autogenes Training, Training Sozialer Kompetenz, Kunst- und Musiktherapie zum Einsatz. Auch hier werden Paar- und Familientherapie angeboten.  

Station 15 D

Telefon: 0421 408 1769

Die Station 15 D verfügt über 19 Behandlungsplätze, die einerseits zur pädagogischen, psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung von Männern mit kognitiven Defiziten (intellektuelle Minderbegabung, organische Psychosyndrome) und andererseits zur Behandlung von Frauen mit psychotischen Störungsbildern oder solchen aus dem Bereich der Persönlichkeitsstörungen genutzt werden.

Für die auf dieser Station zu behandelnden Männer steht ein Behandlungsangebot zur Verfügung, das Wohngruppencharakter hat und im Wesentlichen von heilpädagogischen Maßnahmen bestimmt ist. Daher kommt der Milieugestaltung, sozialtherapeutischen Trainingsmaßnahmen, der Tagestrukturierung durch Arbeit, dem Training sozialer Kompetenz aber auch interaktionellen Gruppenangeboten besondere Bedeutung zu.

Auf der Station haben wir für die Frauen eine Rückzugsmöglichkeit geschaffen, die von männlichen Patienten nicht betreten werden darf. Sie erhalten die Möglichkeit, sich in reinen Frauengruppen mit ihrer spezifischen Sozialisation und ihren Delikten auseinanderzusetzen.

Als Behandlungsmittel gelangen für Männer wie Frauen neben einer störungsspezifischen Pharmakotherapie vorwiegend psychotherapeutische Verfahren zum Einsatz (verhaltenstherapeutische Gruppenbehandlung zur Deliktbearbeitung, tiefenpsychologisch fundierte Einzel- oder Gruppentherapie, Training Sozialer Kompetenz usw.), die technisch keine geschlechtsspezifischen Unterschiede aufweisen, wenngleich die frauenspezifischen Angebote andere inhaltliche Schwerpunkte setzen.

Diese Verfahren werden ergänzt durch Angebote aus der Ergotherapie, Sport und Bewegungstherapie, Kunst- und Musiktherapie sowie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson.

Gerade vor dem Hintergrund der deliktischen Entwicklung kommt der Paar- und Familientherapie bei Frauen besondere Bedeutung zu.

Station 18 A

Telefon: 0421 408 67230

Auf dieser Station werden 16 Männer, die nach § 63 StGB untergebracht sind und langfristige Entlassungs- oder Lockerungshindernisse aufweisen, über alle Diagnose- und Deliktgruppen hinweg behandelt. Vor dem Hintergrund der vorliegenden psychischen Störungen haben bei diesen Patienten Behandlungsversuche bisher nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. Da aufgrund weiter bestehender Gefährlichkeit eine Entlassung aktuell nicht möglich ist, wählen wir hier andere Behandlungswege als die, die bisher erfolglos waren. Der Schwerpunkt der Behandlung liegt deshalb auf dieser Station neben einer gegebenenfalls erforderlichen Pharmakotherapie im Bereich sozialtherapeutischer Maßnahmen, dem Training sozialer Kompetenz und Verfahren zur Verbesserung der Verhaltenskontrolle. Hierbei spielen auch interaktionelle Gruppen eine Rolle.

Das Ziel der Behandlung liegt damit im Bereich der Akzeptanz einer unter Umständen lebenslangen Unterbringung unter Begrenzung der Hospitalismusfolgen. Aus diesem Grund stehen Alltagsbewältigung, Selbständigkeit, Selbstversorgung einschl. Training sozialer Fertigkeiten, tagesstrukturierende Maßnahmen, Arbeits- und Beschäftigungstherapie sowie die Regelung eines möglichst störungsfreien Zusammenlebens im Zentrum der therapeutischen Bemühungen.

Ohne den Entlassungs- und Besserungsgedanken aufzugeben, hoffen wir, unter den so gestalteten Rahmenbedingungen für unsere Patienten eine Lebensqualität zu schaffen, die sie nicht wie auf anderen Stationen den Bedingungen gesteigerten Rehabilitationsdruckes aussetzt. 

Station 18 B

Telefon: 0421 408 67250 

Auf dieser Station mit ihren 16 Behandlungsplätzen werden vorwiegend Männer mit endogenen Psychosen behandelt, die nach § 63 StGB untergebracht sind. Wir gestalten auf der Station aktiv ein für diese Patientengruppe als förderlich anzusehendes aktivierendes Stationsmilieu, ohne dabei die besonderen Bedürfnisse akut psychotischer Patienten zu vernachlässigen.

Neben einer dem Krankheitsbild angepassten Aktivierung durch Anleitung bei alltagspraktischen Tätigkeiten, der Unterstützung einer angemessenen Realitätsorientierung und dem Abbau paranoider Ängste und Befürchtungen bevorzugen wir hierfür psychoedukative Gruppenangebote, die die Patienten über Krankheits- und Behandlungskonzepte aufklären, ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse berücksichtigen und sie zu Fachleuten für ihre eigene Erkrankung machen.

Familienangehörige werden frühzeitig mit in den Behandlungsprozess einbezogen und erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme an einer therapeutisch geleiteten Angehörigengruppe.

Als Behandlungsmittel kommen neben der Pharmakotherapie, milieutherapeutischen Ansätzen und Ergotherapie auch psychotherapeutische Verfahren (stützende und klarifizierende Verfahren, Psychoedukation, verhaltenstherapeutische Gruppenbehandlung, in ausgewählten Einzelfällen auch tiefenpsychologisch fundierte Einzeltherapie) sowie Training Sozialer Kompetenz oder deliktspezifische Ansätze zum Einsatz.

Kunst-, Musik- und Bewegungstherapie stellen wichtige nonverbale Verfahren der Behandlung dar. Außerdem werden im Bedarfsfall Entspannungstechniken vermittelt.

Viele dieser Patienten bedürfen nach der Entlassung einer intensiven Nachbetreuung und langjährigen Unterstützung in verschiedenen Formen des Betreuten Wohnens. Sie hierfür zu gewinnen, die Akzeptanz einer gegebenenfalls erforderlichen rechtlichen Betreuung zu fördern und mit ihnen gemeinsam eine Institution zu finden, die ihren Vorstellungen so weit als möglich entspricht, gehört ebenso zu den wichtigen Maßnahmen einer Entlassungsvorbereitung wie die Anbindung an die Forensische Nachsorge.  

Station 18 C

Telefon: 0421 408 67270

Auch auf diesen Stationen werden 16 Männer mit endogenen Psychosen behandelt, die nach § 63 StGB untergebracht sind. Neben einer dem Krankheitsbild angepassten Aktivierung durch Anleitung bei alltagspraktischen Tätigkeiten, der Unterstützung einer angemessenen Realitätsorientierung und dem Abbau paranoider Ängste und Befürchtungen bevorzugen wir hierfür psychoedukative Gruppenangebote, die die Patienten über Krankheits- und Behandlungskonzepte aufklären, ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse berücksichtigen und sie zu Fachleuten für ihre eigene Erkrankung machen.

Familienangehörige werden frühzeitig mit in den Behandlungsprozess einbezogen und erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme an einer therapeutisch geleiteten Angehörigengruppe.

Als Behandlungsmittel kommen neben der Pharmakotherapie, milieutherapeutischen Ansätzen und Ergotherapie auch psychotherapeutische Verfahren (stützende und klarifizierende Verfahren, Psychoedukation, verhaltenstherapeutische Gruppenbehandlung, in ausgewählten Einzelfällen auch tiefenpsychologisch fundierte Einzeltherapie) sowie Training Sozialer Kompetenz oder deliktspezifische Ansätze zum Einsatz.

Kunst-, Musik- und Bewegungstherapie stellen wichtige nonverbale Verfahren der Behandlung dar. Außerdem werden im Bedarfsfall Entspannungstechniken vermittelt

Viele dieser Patienten bedürfen nach der Entlassung einer intensiven Nachbetreuung und langjährigen Unterstützung in verschiedenen Formen des Betreuten Wohnens. Sie hierfür zu gewinnen, die Akzeptanz einer gegebenenfalls erforderlichen rechtlichen Betreuung zu fördern und mit ihnen gemeinsam eine Institution zu finden, die ihren Vorstellungen so weit als möglich entspricht, gehört ebenso zu den wichtigen Maßnahmen einer Entlassungsvorbereitung wie die Anbindung an die Forensische Nachsorge.

Die Erfahrung, dass auch bei vielen Patienten mit Psychosen ein die Erkrankung komplizierender und den Verlauf ungünstig beeinflussender Suchtmittelkonsum vorliegt, hat uns dazu veranlasst, dieser Problematik besonders Rechnung zu tragen. Wir greifen hierbei auf Konzepte zurück, die sich in hierauf spezialisierten Einrichtungen als hilfreich erwiesen haben. Nach umfassender Analyse der Motivationslage für den Suchtmittelkonsum gehören hierauf aufbauende differenzierte pharmakologische Überlegungen ebenso, wie klassisch verhaltenstherapeutisch orientierte suchtspezifische Behandlungsansätzen zu den Behandlungsmaßnahmen.  

Station 9 B 

Telefon: 68925

Mit der Station 9 B wurde die Behandlungspalette der Klinik durch 11 Behandlungsplätze dahin gehend ergänzt, dass nunmehr auch für Patientinnen und Patienten die vorwiegend unter chronischen Psychosen leiden oder schon so lange in der Klinik untergebracht waren, dass ihre Fähigkeiten zu einem weitgehend eigenständigem Leben vor einer Entlassung erst entwickelt oder verbessert werden müssen, Behandlungsangebote im offenen Rahmen bestehen.

 

Die Patienten der Station stehen am Ende ihrer Therapie und sind bereits in weitgehenden Lockerungen erprobt haben aber noch keine ausreichenden Fähigkeiten und Fertigkeiten um ambulante oder stationäre Angebote komplementärer Einrichtungen anzunehmen. Sie erhalten im Rahmen der Station unter enger Anleitung und Überwachung die Möglichkeit ihre Selbstversorgungsfähigkeiten auszubauen und ihre Zuverlässigkeit und Absprachefähigkeit unter offenen Behandlungsbedingungen unter Beweis zu stellen.

 

Als Behandlungsmittel kommen neben der Pharmakotherapie und soziotherapeutischen Maßnahmen zur Entwicklung der Selbstversorgungsfähigkeiten, Arbeits- und Beschäftigungstherapie, Bewegungstherapie, Psychoedukation und interaktionelle Gruppen zur Alltagsbewältigung zum Einsatz.

Im Bedarfsfall nehmen die Patientinnen/Patienten an stationsübergreifenden Angeboten zum Training sozialer Kompetenz teil, besuchen Selbsthilfegruppen oder schließen die zuvor auf anderen Stationen begonnene Gruppen- oder Einzeltherapie in dieser Behandlungsphase ab.

Die zunehmende Außenorientierung der Patienten wird durch gezielte Aktivitäten im Bremer Großraum gefördert.

 

Station 9 C

Auf dem Klinikgelände wurde eine offene Behandlungseinheit mit 6 stationären Plätzen in Wohngruppenform geschaffen, die der Erprobung für vorwiegend suchtkranke Patienten dienen soll, die noch einer engeren Anbindung an und Überwachung durch die Klinik bedürfen. Der bisherige Behandlungsverlauf bei diesen Patienten rechtfertigt die Erwartung, dass bei weiterhin günstigem Verlauf in absehbarer Zeit eine Bewährungsaussetzung der Maßregel wahrscheinlich ist.

Die Patienten haben das stationsbezogene therapeutische Programm bereits erfolgreich durchlaufen, sodass die psychotherapeutische oder rehabilitative Behandlung im Vordergrund steht. Im Rahmen eines Wohntrainings soll eine zunehmende Belastungserprobung und Außenorientierung der Patienten erfolgen, die in einem möglichst eigenständigen Wohnen und einer beruflichen Wiedereingliederung münden soll.

In diesem Bereich soll Selbstversorgung erlernt und trainiert werden. Berufsvorbereitungsmaßnahmen werden eingeleitet und ein Besuch von externen Selbsthilfegruppen angeregt.

Der Aufenthalt in der Wohngemeinschaft endet spätestens mit der Bewährungsentlassung.  

Forensische Nachsorge

Telefon: 0421 408 1709

Ein wesentliches Anliegen der Nachsorgearbeit liegt in der Herstellung und Erhaltung einer so genannten Compliance, also der Bereitschaft des Patienten zur aktiven Mitwirkung an therapeutischen Maßnahmen wie der Medikamenteneinnahme. Dies lässt bei vielen an Psychosen leidenden Patienten aus unterschiedlichen Gründen erfahrungsgemäß nach. Außerdem sollen die erreichten Therapieergebnisse überwacht und gefestigt werden.

So werden gezielt die häufig mit Beziehungsabbrüchen in der Entlassungsphase verbundenen Risiken reduziert und eine mehrjährige Behandlungskontinuität im ambulanten Rahmen gewährleistet.

Die Forensische Nachsorge arbeitet zur Erfüllung ihrer Aufgaben eng mit weiteren, das Angebot ergänzenden Einrichtungen, rechtlichen Betreuern sowie der Führungsaufsicht- und Bewährungshilfe zusammen und unterstützt die Patienten im Sinne eines Fallmanagements bei der Inanspruchnahme des stationären, teilstationären und ambulanten Hilfesystems, der Arbeitsplatzsuche und allen für die Integration und Rehabilitation wichtigen Fragestellungen. Sie berät darüber hinaus Hilfesuchende Angehörige sowie Helfer und Institutionen, die mit forensischen Patienten betraut sind.