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Behandlungsspektrum

Zur Klinik für Neurologie gehören 55 Betten der akutneurologischen Versorgung, die Neurologische Tagesklinik mit fünf Plätzen und 21 Betten Neurologische Frührehabilitation der Phase B mit Neuropsychologie.

Die Klinik widmet sich den Durchblutungs­störungen (z. B. Schlaganfall und Hirnblutung), den ZNS-Infektionskrank­heiten (z. B. Meningitis und Enzephalitis), den nicht erregerbedingten entzündlichen Autoimmunerkrankungen (z. B. Multiple Sklerose, Kollagenosen, Vaskulitiden), Erkrankungen des peripheren Nervensystems, Muskelerkrankungen, Anfallsleiden, Kopf- und Rückenschmerzen, Verletzungsfolgen an Kopf und Rückenmark, Demenzen, Morbus Parkinson und anderen Basalganglienerkrankungen.

Akut und lebensgefährlich erkrankte Patienten werden auf der interdisziplinären Intensivstation neurologisch behandelt. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Diagnostik von Augenbewegungs- und Gleichgewichtsstörungen. Hierfür stehen moderne Untersuchungsapparate (Elektronystagmographie und Posturographie) zur Verfügung. Für besondere Krankheitsbilder existieren darüber hinaus Spezialambulanzen (z. B. Dystonieambulanz und Muskelsprechstunde). Der neurologische Konsiliardienst versorgt das Klinikum Bremen-Mitte und das Klinikum Links der Weser.

Die neurologische Frührehabilitationsstation wurde 1998 mit 14 Betten am Klinikum Bremen-Ost etabliert und im Dezember 2007 um 7 Betten auf nunmehr 21 Betten erweitert. Das Klinikum Bremen-Ost wird damit der erhöhten Nachfrage und dem Bedarf an neurologischer Frührehabilitation der Phase B im Raum Bremen und darüber hinaus gerecht. Auf dieser Station werden PatientInnen mit neurologischen Hirnschädigungen frühzeitig rehabilitiert.

Schwerst-Schädel-Hirn-Verletzte und PatientInnen im Wachkoma kommen nach der Phase A, der akuten Behandlung und Kreislaufstabilisierung, in die Phase B (Neues Fensterwww.neuroreha-web.de) und werden hier, bei meist noch schwerer Bewusstseinsstörung, therapiert. Ein Übergang in die weiterführende Rehabilitationsphase C (der Stabilisierung und der kooperativen Mitarbeit bei der Therapie) kann in unserer Klinik erreicht und gefördert werden.

Durch die Zusammenarbeit mit der Abteilung Physikalisch-Rehabilitative Medizin sowie die Implementierung des Fachgebietes Neuropsychologie, kann ein kompetentes Team Therapiekonzepte auf hohem Standard in der rehabilitativen Medizin verfolgen und die Versorgung der Bevölkerung verbessern helfen. Neben unserem Anspruch einer hohen klinischen Kompetenz ermöglicht die Ausstattung in Zusammenarbeit mit dem Neurophysiologischen, dem Neuroradiologischen und dem Neuropathologischen Institut eine komplementäre Anwendung der modernen apparativen Zusatzdiagnostik, wie sie heutzutage in einem Neurologischen Zentrum selbstverständlich ist.

Beträchtliche Fortschritte der neurologischen Medizin in Diagnostik und Therapie stellen stets Herausforderungen an alle Mitarbeiter der Klinik dar, fördern aber auch die Motivation, kontinuierlich eine Brücke aus den Ergebnissen moderner Forschung hin zur adäquaten klinischen Anwendung zum Nutzen unserer Patienten zu schlagen. Seit mehreren Jahren ermuntert uns der hohe Nutzungsgrad der Klinik mit jährlich zunehmenden Patientenfallzahlen bei einer kurzen stationären Verweildauer, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.