Logo Klinikum Bremen-Ost
 

PatientInneninfos

Das Behandlungsangebot richtet sich in erster Linien an Patienten im Alter von 60 Plus, bzw. bereits berentete Patienten.

Typische Indikationen für eine stationäre geriatrische Rehabilitation sind: Schlaganfall, Knochenbrüche, Gelenkersatz, Amputationen oder Erkrankungen mit Langzeitbeatmung / Langzeitimmobilisation.

Die Aufnahme in die stationäre Rehabilitation kann durch Verlegung nach Abschluss der Akutbehandlung erfolgen. Hierzu erfolgt durch den behandelnden Arzt oder den zuständige Sozialdienst des Krankenhauses eine Anmeldung.

Bei Direkteinweisung durch den Hausarzt muss zuvor die Übernahme der Behandlungskosten mit der Krankenkasse vereinbart sein.

Behandlungskonzepte

Teamarbeit

Die Rekonvaleszenz nach schwerer Erkrankung verläuft beim älteren Menschen oft verzögert. Durch Vorerkrankungen können Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit vermindert sein. Oft kommen chronische Schmerzzustände hinzu. Viele unserer Patienten leiden unter Herz-Kreislauferkrankungen und benötigen eine umfangreiche Medikation. Oft genügt es deshalb nicht, allein die Beweglichkeit zu schulen, um nach einem akutstationären Aufenthalt im Alltag bzw. im häuslichen Umfeld wieder zurecht zu kommen.

Diese Vielschichtigkeit erfordert eine koordinierte mehrdimensionale Behandlung. So werden unsere Patienten von einem Team aus Pflegekräften, Ärzten, Physio- und Ergotherapeutinnen, Logopädinnen und Neuropsychologen behandelt. Für spezielle Fragestellungen der weiteren Versorgung kommen Sozialarbeiterinnen hinzu. Sind entlastende Gespräche sinnvoll und gewünscht, können wir Mitarbeiter des Psychosomatischen Instituts oder der Seelsorge hinzuziehen.

Die Angehörigen unserer Patienten beziehen wir gerne mit in die Behandlung ein. Dies kann in Form von Informations- oder Entlassungsgesprächen geschehen, aber auch das Einüben alltäglicher Pflegehandlungen, soweit erforderlich, bieten wir an.

Einzelheiten der Therapie s. u. Multiprofessionelles Team

Aktivierende Pflege

Ziel der Behandlung ist das Erreichen einer grösstmöglichen Selbstständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens, um fremde Hilfe möglichst nicht in Anspruch nehmen zu müssen. So wird die Rückkehr ins häusliche Umfeld nach Erkrankung erleichtert. Dabei wollen wir unseren Patienten helfen. Dies heisst oft genug eben keine direkte Hilfe, sondern Anleitung und Unterstützung z.B. die Körperpflege, das Ankleiden, die Zubereitung kleiner Mahlzeiten oder Tätigkeiten im Haushalt eigenständig durchzuführen. Dies wird während des Stationsalltags geübt, als auch im Rahmen der Ergotherapie.

Bobath-Konzept

Hierbei handelt es sich um eine Behandlungmethode für Patienten mit Halbseitenlähmung, wie etwa nach einem Schlaganfall. Ziele sind u.a. normale Bewegungsmuster anzubahnen und Muskelspannungserhöhungen oder Fehlhaltungen zu vermeiden. Dafür sind spezielle Techniken erforderlich, die z.B. bei der Lagerung des Pat. im Bett,  den Transfers vom Bett zum Rollstuhl oder bei Steh- und Gehübungen zum Tragen kommen. Pflegekräfte und Physiotherapeuten sind entsprechend ausgebildet.

Geriatrisches Assessment

Unter diesem Begriff sind verschiedene standardisierte Untersuchungsverfahren zusammengefasst, die dazu dienen, den Gesundheitszustand des älteren Patienten zu erfassen. Zur Anwendung kommen einfache Bewegungstests sowie Befragungen zur sozialen Situation, seelischen Verfassung und geistigen Leistungsfähigkeit.

Mit den Ergebnissen der Tests läßt sich die notwendige Behandlung planen. Weiterhin dienen die Untersuchungen der Verlaufsbeurteilung und Festlegung des Behandlungszieles (Assessmentinstrumente).

Die Ergebnisse des Assessments und die Informationen, die die Mitarbeiter des Teams in der Behandlung der Patienten gewinnen, werden in Teambesprechungen (Foto) ausgetauscht. Dies erhöht den Informationsgrad und erleichtert ein einheitliches Vorgehen in der Behandlung; außerdem können so alle Teammitglieder bei schwierigen Behandlungssituationen Lösungsvorschläge einbringen.

Besondere Diagnostikangebote

Demenzabklärung

Zur Zeit wird ein Konzept erstellt, das die vorhandenen Angebote des Klinikums Bremen Ost im ambulanten und tagesklinischen Bereich bündeln soll.

Fahrtauglichkeit

Häufig kommt es nach Hirnschädigungen, wie z.B. einem Schlaganfall, zu Einschränkungen der Hirnleistung, die nicht bemerkt werden, aber eine Teilnahme am Straßenverkehr als Autofahrer – schon aus versicherungsrechtlichen Gründen – verbieten.

Hier bieten wir eine spezielle Diagnostik mit Einschätzung zur Fahreignung im Rahmen einer neuropsychologischen Diagnostik an.

Geriatrisches Assessment

Es existiert eine Vielzahl an Testverfahren im geriatrischen Assessment.

Hier unsere aktuellen Assessment-Instrumente, die regelmäßig zur Anwendung kommen:

Barthel-Index

Mit diesem Instrument werden die Fähigkeiten des Patienten bewertet, Alltagsaktivitäten, wie Körperpflege, Ankleiden, Gehen oder Treppesteigen u.a. auszuüben.

Uhrentest

Dieser Test dient zur Erkennung – nicht Differenzierung - von Hirnleistungsstörungen oder dem Nicht-Beachten einer Raumseite (Neglect).

Geldzähltest

Um eine bestimmte Geldmenge aus einem Portemonnaie zu entnehmen und zu zählen, bestehen gewisse Anforderungen an Sehkraft, Feinmotorik und den sicheren Umgang mit Zahlen. Handicaps hierbei können mit diesem alltagsrelevanten Test erkannt werden.

Timed-up-and-go

Dieser Test untersucht die einfache Mobilität unter Berücksichtigung der Zeit, die zum Aufstehen, Gehen einer kurzen Strecke und wieder Hinsetzen benötigt wird.

Tinetti-Test

Hiermit werden Gleichgewicht und Gangbild untersucht, um ein erhöhtes Sturzrisiko zu erkennen.

Mini-Mental-Test

Diese Untersuchung dient dazu, kognitive Störungen aufzuzeigen.

Geriatrische Depressionsskala

Dieser Fragebogen mit 15 Fragen dient zur Erkennung einer Depression. Er kann durch den Patienten selbst oder in einem Gespräch beantwortet werden.

Rehabilitation

Allgemeine Informationen zum Thema Rehabilitation entnehmen Sie bitte dem folgenden Stadtgespräch auf Center-TV vom 14.11.08

 

Technischer Hinweis

Zum Betrachten von SWF-Dokumenten benötigen Sie den Adobe Flash Player.

Sollten Sie noch keinen Flash Player haben, können Sie das Programm neues Fensterbeim Hersteller Adobe kostenlos herunterladen.

Weiterführende Informationen:

Technischer Hinweis

Zum Betrachten von PDF-Dokumenten benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader.

Sollten Sie noch keinen Acrobat Reader haben, können Sie das Programm neues Fensterbeim Hersteller Adobe kostenlos herunterladen.