Basisuntersuchungen: Blutbild, Quick, PTT, Natrium, Kalium
Patienten mit einer Herzerkrankung: CK, GOT, GPT, LDH
Patienten mit einer Muskel-erkrankung: CK
Patienten, bei denen eine Operation mit einem möglicherweise größeren Blutverlust geplant ist: Blutgruppe
Patienten mit einer Lebererkrankung: GOT, GPT, y-GT
Patienten zur Gallenblasenoperation: Amylase, Lipase, Bilirubin, Blutgruppe
Patienten zur Strumaoperation: T3, T4, TSH
Patienten mit einer Nierenerkrankung: Kreatinin, Harnstoff
Ab dem 50. Lebensjahr oder bei entsprechender Vorerkrankung (Lungenerkrankung, Herzerkrankung)
Ab dem 50. Lebensjahr oder bei entsprechender Vorerkrankung
Nach einer Operation sollen Sie schmerzfrei sein. Daher bieten wir Ihnen verschiedene Verfahren zur postoperativen Schmerztherapie an. Je nach Art und Größe der Operation erhalten Sie über verschiedene Wege schmerzlindernde Medikamente. Wir verwenden neben Medikamenten, die als Tabletten oder Tropfen eingenommen werden können solche, die über einen Venenkatheter oder einen Periduralkatheter verabreicht werden. Die genaue Form der postoperativen Schmerztherapie wird mit Ihnen im Narkosevorbereitungsgespräch festgelegt. Die schmerztherapeutische Betreuung nach der Operation erfolgt durch die Schmerzambulanz und die Mitarbeiter auf den Stationen.
Bei lungenchirurgischen Eingriffen wird in der Regel ein doppellumiger Endotrachealtubus (Beatmungsschlauch) benötigt. Mit diesem Tubus kann die zu operierende Lunge ruhig gestellt und von der Beatmung ausgeschlossen werden. Dies ermöglicht optimale Operationsbedingungen für den Thoraxchirurgen. Die Beatmung erfolgt ausschließlich über die gegenseitige nicht operierte Lunge.
Bei Eingriffen im Bereich der Luftröhre (Trachea) und der Luftwege (Bronchien), wie z.B. Tracheateilresektionen oder laserchirurgischen endobronchialen Tumorabtragungen und bei diagnostischen Eingriffen mit Hilfe eines sog. starren Bronchoskops ist zumindest phasenweise keine Beatmung im üblichen Sinn möglich.
In diesen Fällen erfolgt die Sauerstoffversorgung (oder Oxygenierung) des Patienten durch eine sog. Jet-Ventilation.
Mit Hilfe spezieller Beatmungsgeräte wird Sauerstoff mit einer Frequenz von 200-250 Atemzügen/Min und einem Druck von 0,3-1,5 bar (alters- bzw. gewichtsabhängig) über spezielle Katheter bzw. über eine spezielle Zuleitung am Bronchoskop dem Patienten zugeführt.
Vor jeder Narkose ist ein ausführliches Gespräch mit den Patientinnen und Patienten erforderlich.
Spätestens am Tag vor der Operation werden sowohl ambulante als auch kurzstationäre Patienten, die erst am OP-Tag aufgenommen werden, sowie mobile stationäre Patienten in unserer Prämedikationsambulanz vorgestellt.
Hier werden wichtige Informationen zu Vorerkrankungen und für die Narkose wichtige Vorbefunde (Röntgenaufnahmen, EKG, Laborwerte) gesammelt, evtl. noch erforderliche Untersuchungen geplant und danach in Abhängigkeit vom operativen Eingriff und in Absprache mit den Patientinnen und Patienten das geeignete Narkoseverfahren ausgewählt.
Unsere Ziele sind rechtzeitig anästhesierelevante Risikofaktoren zu erkennen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und durch zielgerichtete Informationen die Ängste der Patientinnen und Patienten vor der Narkose abzubauen.
Sollen Eingriffe ambulant durchgeführt werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die auch in der Ambulanz erfragt werden können.
Terminabsprachen:
Telefon: (0421) 408-1438, werktags 8:00-13:00 h
Wenn bei geplanten Eingriffen mit einem größeren Blutverlust gerechnet werden muss, besteht die Möglichkeit, einige Wochen vor dem Operationstermin in unserem Haus Eigenblut zu spenden.
Damit sollen Fremdbluttransfusionen weitgehend vermieden werden.
Bei geplanten operativen Eingriffen mit einer Transfusionswahrscheinlichkeit von über 10% kann in Absprache mit den operativen Fachbereichen und auf Wunsch des Patienten Eigenblut abgenommen werden.
Hierzu werden die Patienten ca. 4 Wochen vor dem geplanten Eingriff einbestellt, damit in wöchentlichen Abständen insgesamt 2-3 Eigenblutkonserven abgenommen werden können. Nach der Abnahme werden die Konserven zum Blutspendedienst des DRK in Springe transportiert, dort in Blutkomponenten (Erythrozytenkonzentrat, Frischplasma) aufgeteilt und rechtzeitig zum geplanten Operationstermin wieder zur Verfügung gestellt.
Ob bei Ihnen die Möglichkeit zur Eigenblutspende besteht, können Sie mit Ihrem Operateur bzw. direkt mit uns abklären:
Für Fragen steht unser Sekretariat zur Verfügung.
Telefon: (0421) 408-2217, werktags 8:00-15:00 h
Unsere Aufgaben
Postoperative Überwachung
Invasive und Non-Invasive Beatmung
Organersatztherapie
Betreuungsangebote für Angehörige von Intensivpatienten
Die interdisziplinäre Intensivstation des Klinikum Ost steht unter Leitung der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.
In den 25 Betten der Station werden jährlich ca. 2200 Patienten aus allen Abteilungen des Hauses rund um die Uhr pflegerisch und ärztlich betreut.
Schwerpunkte sind die postoperative Überwachung von Patienten nach großen allgemein-, unfall- und thoraxchirurgischen Operationen, die Versorgung von Patienten mit akuten lebensbedrohlichen internistischen und neurologischen Erkrankungen und die Betreuung von Patienten mit Störungen der Atemfunktion.
Um eine optimale medizinische Versorgung zu gewährleisten, werden eine Vielzahl von Überwachungs- und Therapieverfahren eingesetzt.
Wir verfügen über verschiedene Möglichkeiten zur Beurteilung der Kreislaufsituation kritisch kranker Patienten (Rechtsherzkatheter, PiCCO, CeVOX). Im Rahmen neurologischer Erkrankungen können Hirnstromkurven (EEG) und Hirndruck kontinuierlich überwacht werden.
Bei Störungen der Atemfunktion können Patienten über eine Maske (non-invasiv) bzw. über einen Tubus oder eine Trachealkanüle (invasiv) beatmet werden.
Sollten Probleme mit der Nierenfunktion auftreten, kann eine Organersatztherapie mittels Hämofiltration durchgeführt werden.
Große Operationen und akute Erkrankungen stellen für Patienten und Angehörige häufig eine extreme Belastungssituation dar.
Viele notwendige intensivmedizinische Maßnahmen sind oft für Angehörige nur schwer in ihrer Bedeutung einzuschätzen. Akut aufgetretene und oft lang anhaltende Erkrankungen bedeuten oft erhebliche emotionale und soziale Belastungen.
Unser Betreuungsangebot für Angehörige beinhaltet daher die Möglichkeit zu ausführlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern der Intensivstation.
Die evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorger und der Sozialdienst unseres Hauses stehen auch den Patienten der Intensivstation und deren Angehörigen zur Verfügung.
Wir haben keine festen Besuchszeiten auf der Intensivstation.
Nach Absprache können Sie Ihre Angehörigen jederzeit besuchen.
Wir möchten sie allerdings bitten, maximal zu zweit in die Zimmer zu gehen.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass dringliche ärztliche und pflegerische Maßnahmen dazu führen können, Besuche abzubrechen oder zu verschieben.
Jährlich werden in unserer Klinik rund 3600 Narkosen bei stationären und ambulanten Operationen durchgeführt.
Hauptsächlich handelt es sich dabei um unfall-, abdominal- und thoraxchirurgische Operationen, aber auch um diagnostische und therapeutische Eingriffe anderer Fachgebiete.
Es werden alle modernen Verfahren der Vollnarkose und Regionalanästhesie (zum Teil auch in Kombination) angeboten.
Der Anteil an Regionalanästhesieverfahren beträgt ca. 15%.
Das Gespräch dient der Untersuchung, Beratung und Information der Patientinnen und Patienten. Dabei werden das geeignete Narkoseverfahren und die begleitenden Behandlungsmaßnahmen besprochen.
Für Fragen steht Ihnen unsere Prämedikationsambulanz zur Verfügung.
(Telefon: (0421) 408-1438, werktags 8:00-16:00 h)
Um einen operativen Eingriff durchzuführen, ist eine Schmerzausschaltung notwendig. Diese kann in Form einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose), einer Regionalanästhesie oder einer Lokalanästhesie (örtlichen Betäubung) erfolgen.
Während der gesamten Anästhesiedauer und in der postoperativen Phase im Aufwachraum begleitet Sie ein Team aus Narkoseärztin oder -arzt sowie Narkosepflegerin oder -pfleger.
Sie kontrollieren kontinuierlich Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffgehalt des Blutes. Spezielle Monitorverfahren (arterielle Blutdruckmessung, PiCCO-Messung, Rechtsherzkatheter) sind bei Bedarf jederzeit verfügbar.
Die Allgemeinanästhesie oder Vollnarkose ist heute ein sicheres Verfahren, das durch qualifiziertes Personal und mit Hilfe modernster technischer Ausstattung durchgeführt wird.
Über einen venösen Zugang werden Hypnotika (Schlafmedikamente), Opiate (schmerzausschaltende Medikamente) und in der Regel Muskelrelaxanzien (muskelerschlaffende Medikamente) verabreicht, um die Narkose einzuleiten.
Häufig ist eine Beatmung erforderlich, da bei der für eine Operation erforderlichen Narkosetiefe keine ausreichende Eigenatmung mehr vorhanden ist. Dazu wird ein Beatmungsschlauch oder eine Larynxmaske (Maske, die über den Kehlkopfeingang platziert wird) eingeführt.
Zur Aufrechterhaltung der Narkose verwenden wir entweder ein Narkosegas oder intravenöse Narkosemedikamente. Bei beiden Verfahren werden weitere Medikamente zur Muskelerschlaffung und Schmerzausschaltung appliziert.
Die Dosierung ist individuell für jeden Patienten und richtet sich nach Alter, Geschlecht, Gewicht, Art der Operation und dem Ansprechen des Patienten auf die Medikamente.
Nach dem Eingriff wird der Beatmungsschlauch noch im Schlafzustand entfernt, sobald die Atmung wieder ausreichend ist.
Die postoperative Überwachung erfolgt im Aufwachraum oder auf der Intensivstation.
Hierbei wird die Schmerzempfindung nur in bestimmten Körperregionen ausgeschaltet.
Normalerweise ist der Patient während dieser Narkoseform wach und ansprechbar. Zur Entspannung können Sie Musik hören oder ein leichtes Beruhigungsmedikament erhalten.
Die verschiedenen Formen der Regionalanästhesie sind:
Die Spinalanästhesie eignet sich für Eingriffe am Unterleib, in der Leiste und an den Beinen.
Diese Körperregionen werden durch die Betäubung der vom Operationsgebiet zum Rückenmark führenden Nerven gefühllos.
Hierzu wird mit einer dünnen Nadel ein Lokalanästhetikum im Bereich der Lendenwirbelsäule in den mit Nervenflüssigkeit gefüllten sog. Spinal- oder Liquorraum injiziert.
Bei der Epiduralanästhesie wird das Lokalanästhetikum in einen Fettgewebsraum, der vor dem Nervenwasserkanal liegt, injiziert und blockiert dadurch die zum Rückenmark führenden schmerzleitenden Nervenfasern für einige Zeit.
Die Gabe des Lokalanästhetikums geschieht entweder direkt über die Punktionskanüle oder mit Hilfe eines dünnen Katheters, der in diesen Raum eingebracht wird. Über diesen Katheter kann jederzeit das lokale Betäubungsmedikament nachgegeben und somit die Wirkung der Anästhesie beliebig verlängert und damit auch für die postoperative Schmerztherapie genutzt werden.
Das Verfahren wird für Operationen an Arm und Hand eingesetzt.
Dabei macht man sich die anatomische Besonderheit zu Nutze, dass im Bereich der Achselhöhle bzw. des Schlüsselbeins das Nervengeflecht, aus dem die den Arm versorgenden Nerven hervorgehen, dicht gebündelt in einer großen Hülle zusammenliegen.
Mit Hilfe einer dünnen Nadel wird das Lokalanästhetikum in die Nähe der Nervenfasern gebracht.
Zur besseren Lokalisation der Nervenfasern wird ein schwacher elektrischer Strom über die Nadel gegeben.
Dadurch werden leichte Muskelzuckungen ausgelöst, die die genaue Lage der Nadelspitze zu den Nerven anzeigen.
3 in 1 Block
Mit dieser Methode lassen sich Operationen an der Vorderseite des Oberschenkels oder die postoperative Schmerzausschaltung nach Hüftgelenksersatzoperationen durchführen.
Dazu wird in der Leiste ein Nervenfaserbündel mit einer Nadel aufgesucht und das Lokalanästhetikum injiziert. Als Orientierung dient dabei der Verlauf der Beinarterie in dieser Region.
Mit der vorübergehenden Blockierung des Ischiasnervens können Eingriffe an der Außenseite des Unterschenkels und am Fuß (außer im Innenknöchelbereich) durchgeführt werden.
Auch hier wird der Nerv mit einer Nadel aufgesucht, die mit einem Nervenreizgerät verbunden ist. Bei korrekter Lage erfolgt die Injektion des Lokalanästhetikums.
Die Kombination von Allgemeinanästhesie mit der thorakalen Epiduralanästhesie (rückenmarksnahe Anästhesie im Bereich der Brustwirbelsäule) bei Eingriffen in der Thoraxanästhesie und der Allgemeinanästhesie (hier insbesondere bei Darmoperationen) hat viele Vorteile.
Sie verbessert die Schmerzfreiheit während und nach der Operation, verkürzt die nach Baucheingriffen auftretende Magen- und Darmträgheit und erlaubt es den Patienten schneller, das Bett zu verlassen. Zusätzlich stellt dieses Anästhesieverfahren einen Schutz des Herzens dar (sog. Kardioprotektion).
Bei ambulanten Eingriffen besuchen Sie unsere Anästhesieambulanz einige Tage vor der geplanten Operation.
Sie werden untersucht, das Narkoseverfahren und die erforderlichen Verhaltensregeln werden mit Ihnen besprochen.
Die Durchführung ambulanter Eingriffen ist an folgende Voraussetzungen geknüpft:
Einhaltung der Nüchternheitsregeln und der Nikotinkarenz.
24 Stunden postoperativ darf kein Fahrzeug geführt oder eine Maschine bedient werden.
24 Stunden postoperativen dürfen keine Abschlüsse/Verträge getätigt werden.
Eine erwachsene Begleitperson muss 24 Stunden beim Patienten sein, um Hilfestellung leisten zu können.
Ein Telefon muss vorhanden sein.
Kein Alkoholkonsum.
Bei postoperativen Problemen bzw. Komplikationen kann jederzeit eine telefonische Rücksprache mit dem diensthabenden Anästhesisten oder Intensivmediziner erfolgen.
Intensivstation Klinikum
Bremen-Ost
Telefon: (0421) 408-1298 bzw. -1296
Erfahrung in der Behandlung schwerstkranker Menschen in der interdisziplinären Intensivmedizin und handwerkliches Können aus mehrtausendfachen Narkosen sind die Grundlage für das dritte Standbein unserer Klinik: die Notfallmedizin.
Hier finden sich vier Bereiche
Notfallteam (Reanimationen und andere Notfälle im Hause)
Leitende Notärzte der Freien Hansestadt Bremen
Für interessierte Ärzte besteht die Möglichkeit, auf unserem NEF die für die Erlangung der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin erforderlichen 50 Einsätze zu absolvieren.
Ärztlicher Leiter des NEF am Standort Klinikum Bremen-Ost
gGmbH:
Jörn-Tryggve Günther
Oberarzt der Abteilung für Anästhesie
Telefon: (0421) 408-61439
E-Mail: joern.guenther@klinikum-bremen-ost.de
Seit dem 18.Oktober 1998 gibt es an unserem Krankenhaus ein NEF. Es ist das fünfte NEF in Bremen.
Ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) ist in erster Linie ein Transportmittel für den Notarzt und führt natürlich auch die für die Notfallversorgung notwendige Infrastruktur (Defibrillator, EKG, Medikamente, usw.) mit. Gefahren wird es von einem Rettungsassistenten der Feuerwehr Bremen.
Die Notärzte für das NEF-Ost (Funkrufname: 30-82-1) stellt die Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und spezielle Schmerztherapie der Klinikum Bremen-Ost gGmbH.
Jeder Arzt, der hier Dienst tut, hat die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin oder eine vergleichbare Qualifikation.
Im Jahr fährt das NEF-Ost etwa 2600 Einsätze mit bisher stets steigender Tendenz. Seit seiner in Dienst Stellung hat es etwa 25.000 Einsätze durchgeführt.
Vorwiegendes Einsatzgebiet ist der Bremer Osten, aber hin und wieder auch das niedersächsische Umland.
Über unser ComCenter wird jeder Notruf, der im Hause oder in den Außenhäusern des Krankenhausgeländes ausgelöst wird, an das Notfallteam der Klinik für Anästhesie weitergeleitet. Das Notfallteam besteht aus einer Anästhesiepflegekraft und einen Arzt oder einer Ärztin der Anästhesieabteilung.
Das Notfallteam übernimmt dann die weitere Durchführung bzw. Organisation der eventuell erforderlichen lebensrettenden Maßnahmen.
Das Spektrum der Versorgung umfasst alle lebensbedrohlichen Erkrankungen und auch Verletzungen im Rahmen von Unfällen.
Auf diese Weise ist für jeden in unserem Krankenhaus behandelten Patienten (und natürlich auch für unsere Mitarbeiter und Besucher) eine sehr schnelle Hilfe bei lebensbedrohlichen Ereignissen sichergestellt.
Der Schockraum befindet sich in der Notaufnahme unseres Krankenhauses.
Hier werden vor allem schwer verletzte, aber auch lebensbedrohlich erkrankte Notfallpatienten versorgt, die durch den Rettungsdienst zu uns kommen.
Im Schockraum kommt es auf eine zielgerichtete und professionelle Arbeit aller Beteiligten an. Hier arbeiten oft mehrere Fachrichtungen gemeinsam an der Rettung eines Patienten.
Aufgabe der Anästhesie ist es, die Vitalfunktionen (Herz-Kreislauf und Atmung) des Patienten aufrecht zu erhalten und zu überwachen.
Hierzu gehört gegebenenfalls die Schaffung großer Venenzugänge oder die Intubation und Beatmung des Patienten.
Im Schockraum zeigt sich, ob der Patient operiert werden muss, auf die Intensivstation gebracht wird oder ob vielleicht alles gar nicht so schlimm war.
Im Auftrage der Stadt Bremen arbeiten etwa 15 Ärzte in 24-stündiger Rufbereitschaft als Leitende Notärzte (LNA).
Sie werden alarmiert, wenn es zu so großen Notfällen kommt, dass der normale Rettungsdienst mit der Organisation dieses Ereignisses überfordert ist.
Dies ist meist bedingt durch einen Anfall von ungewöhnlich vielen Verletzten oder Erkrankten auf einmal. Es kann sich in Ausnahmefällen aber auch einmal um außergewöhnlich zeitaufwändige Einsätze (z.B. Rettung verschütteter Menschen) handeln.
Ebenso werden in Bremen manche Polizeieinsätze von vornherein durch einen LNA begleitet.
In Bremen gibt es im Jahr ca. 20-30 LNA-Einsätze.
Die Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und spezielle Schmerztherapie des Klinikum Bremen-Ost gGmbH stellt zur Zeit zwei leitende Notärzte in der LNA-Gruppe.