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Kinder und Jugendliche zum Nichtrauchen motivieren

Weltnichtrauchertag am 31. Mai: Prof. Ukena betont Bedeutung von Präventionsmaßnahmen

Rauchen gefährdet die Gesundheit, macht süchtig und kann töten. Um auf die schwerwiegenden Folgen des Rauchens aufmerksam zu machen, ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 23 Jahren den 31. Mai zum Welt-Nichtrauchertag aus. Im Mittelpunkt der WHO-Aktivitäten steht in diesem Jahr, Regierungen zu überzeugen, mit abschreckenden Fotos auf der Zigarettenschachtel vom Rauchen abzuhalten. Das Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ soll vor den Gefahren warnen und zum Nichtrauchen ermutigen.

Gerade junge Menschen will die WHO mit ihrer Initiative ansprechen. Auch Prof. Dr. Dieter Ukena, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin am Klinikum Bremen-Ost, setzt auf die Aufklärung der Jungen. Er und seine Oberärzte besuchen seit mehreren Jahren Schulen in Bremen und umzu, um aufzuklären. Vor allem in der Mittelstufe steht das Thema Rauchen inzwischen auf beinahe jedem Stundenplan, so Prof. Ukena.

Der Effekt solcher Aktionen ist offensichtlich: Die Zahl rauchender Jugendlicher sinkt seit Jahren konsequent. Wichtig ist dem Lungenarzt zu vermitteln, dass sich das Aufhören immer lohnt, gerade in jungen Jahren. „Jugendliche Raucher leiden häufig an Bronchitis, besonders problematisch wird es, wenn jugendliche Asthmatiker rauchen“, so Dieter Ukena. Eine Raucherlunge, also ein schwarz geteertes Organ, haben die Jungen indes noch nicht, warnt er vor unnötiger Panik. Dennoch: Je früher man mit dem Rauchen beginnt, desto höher ist das Risiko, in späteren Lebensjahren an einer obstruktiven Bronchitis (COPD) oder an Lungenkrebs zu erkranken.

Als möglicherweise noch schädlicher als Zigaretten rauchen stuft Prof. Ukena das sogenannte Shisha-Rauchen, die Wasserpfeife, ein. Durch Rauchen hervorgerufene Lungenschäden sind in der Regel irreversibel, d.h. die Lunge erholt sich nicht mehr.Neben organischen Beschwerden soll beim Thema Rauchen auch der Aspekt Sucht nicht außer Acht gelassen werden. Chefarzt Ukena verweist auf den schnellen Fagerström-Test, der weltweit eingesetzt wird, um die Nikotinabhängigkeit von Rauchern zu bestimmen. In den sechs Fragen geht es zum Beispiel um den dringlichen Wunsch und den Zeitpunkt nach der ersten Zigarette am Morgen, um Rauchverbote in der
Öffentlichkeit und wie Raucher diese akzeptieren können und um die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten. Prof. Ukena: „Wie immer der Test auch ausfallen mag, so zeigt sich doch, dass der Ausfüllende sich mit dem Thema „Rauchen aufhören“ auseinandergesetzt hat. Damit ist bereits der erste Schritt auf dem Weg zum Nichtraucher getan.“

Schnelltest zur Bestimmung der Nikotinabhängigkeit

1. Wann nach dem Aufwachen rauchen Sie Ihre erste Zigarette?

2. Fällt es Ihnen schwer, an Orten, an denen das Rauchen verboten ist, nicht zu rauchen?

3. Auf welche Zigarette würden Sie nicht verzichten wollen?

4. Wie viele Zigaretten rauchen Sie etwa pro Tag?

5. Rauchen Sie am Morgen mehr als am Rest des Tages?

6. Kommt es vor, dass Sie rauchen, wenn Sie krank sind und tagsüber im Bett bleiben müssten?

Auswertung:

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns gerne an.

Klinikum Bremen-Ost
Klinik für Pneumologie
Beatmungsmedizin
Prof. Dr. Dieter Ukena
Züricher Str. 40
28325 Bremen
Telefon: (0421) 408 - 2800
E-Mail: dieter.ukena@klinikum-bremen-ost.de

Weltnichtrauchertag